Traditionelles Herbstreffen und Besuch der Fazenda „Gut Neuhof“

Zum traditionellen Herbsttreffen der Campus-Weggemeinschaft fanden sich am Freitag, 3. Oktober 2014, wieder viele von uns Campus-WeggemeinschaftlerInnen in der Katholischen Akademie Schwerte ein.

Besonderer Höhepunkt unseres Treffens war die Präsentation des Ruanda-Projektes der Weggemeinschaft (Bericht folgt) durch die TeilnehmerInnen. Beeindruckt und neugierig ließen wir uns durch zahlreiche Fotos von der Arbeit des neunköpfigen Teams, das im Sommer für vier Wochen ein Flüchtlings-Projekt unterstützte, berichten.

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Es war einmal ein Land

Es war einmal ein Land Israel, in dem man sich in der Vergangenheit bewegte, in der Gegenwart lebte und in die Zukunft blickte.

Als wir aus dem Flughafen raus ins israelische Leben eintauchten und uns auf den Weg nach Jerusalem machten, wurde uns bewusst, dass wir uns nun für die nächsten zwei Wochen in einem anderen Land mit einer völlig anderen Mentalität und Kultur befinden würden.

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„Gemeinsam die Zukunft gestalten“

Die Campus Weggemeinschaft ist bereit anzupacken

  • Worum geht es nochmal?
  • Was war die Multiplikatorenschulung?
  • Wo/Wie kann ich mich einbringen?

 

Worum geht es nochmal?

Die Campus Weggemeinschaft hat einen Projektantrag bei der Paderborner Stiftung „Bildung ist Zukunft“ gestellt, der mittlerweile genehmigt wurde und somit durch Gelder unterstützt wird. „Gemeinsam die Zukunft gestalten“ so der Name, beinhaltet die Idee, dass Mitglieder der Campus Weggemeinschaft in Kooperation mit der Kommende Stiftung „beneVolens“ an der Hauptschule Dortmund Wickede ab dem Schuljahr 2014/15 „Soziale Seminare“ leiten und durchführen werden.

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Zwischen den Jahren 2013

“Zwischen den Jahren”

Das alljährliche Treffen „Zwischen den Jahren“ vom 27.-28. Dezember 2013 der Campus-Weggemeinschaft und die Potentialanalyse für die neuen Campus-Akademiker mit Frau Dorothea Böhm war auch dieses Mal ein großer Erfolg und wir alle freuten uns über die große Teilnehmerzahl.

Als ein wichtiges Anliegen unserer Weggemeinschaft sehen wir auch das Handeln auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes und haben so den Zugang zu Projekten verschiedener Art gefunden, welche an diesen zwei Tagen ausführlich vorgestellt, diskutiert und gefestigt wurden. Continue reading

Berlin 2013

Herbsttreffen & Franziskusfest

Es ist Freitagvormittag und der Campus Vorstand tagt in der Akademie, um seine Agenda abzuarbeiten. Mit großer Einigkeit und Übereinstimmung können wir die Sitzung schließen und Richtung Dortmund aufbrechen, denn dort beginnt das Herbsttreffen der Campus Weggemeinschaft in der DASA, der „Deutschen Arbeitsschutzausstellung“. Diese ist in die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin eingebunden und bietet mit rund 13.000 m² Ausstellungsfläche genügend Material, um dort ganze Tage lang auf Entdeckungstour zu gehen. Unserer Runde aus Campus Akademikern bleiben jedoch nur 60 Minuten, die wir durch eine Führung intensiv zu nutzen wissen. Uns wird ein Querschnitt durch die Ausstellung gezeigt, der mit den historischen Arbeitsbedingungen an Webstuhl und Dampfmaschine beginnt und uns bis in das moderne Zeitalter des Arbeitens am Bildschirm führt. Besonders interessant sind natürlich die vielen Stellen, an denen jeder selbst etwas ausprobieren und testen kann und die bestimmt viele zu einem weiteren Besuch in die DASA locken werden.

Zurück in der Akademie gibt es wie immer ein leckeres  Abendessen für uns, welches den gemütlichen Ausklangs im Clubraum einläutet. Um uns noch besser kennenzulernen, bekommt dort jeder die Aufgabe ein Geheimnis oder einen Fakt, den wir noch nicht übereinander wissen, aufzuschreiben. Auf einen Zettel notiert werden diese dann der Reihe nach anonym vorgelesen. In der Runde wird anschließend heiß diskutiert, wer am Flughafen schon mal fast wegen einer Patronenhülse in den Knast gewandert wäre, mal einen Iro hatte, neun Monate lang eigentlich ein „Benedikt“ sein sollte, unbeabsichtigt seiner Schwester schon mal die Hand gebrochen hat, beinahe aus dem Reli Unterricht geschmissen worden wäre oder gerne einmal eine schlafende Kuh umschubsen würde. Doch in dieser Nacht blieben die Schwerter Kühe noch einmal verschont, denn am nächsten Tag geht es für alle schon früh weiter nach Berlin.

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Um sechs Uhr rasen also 13 Leute in einem Bulli und in Peters Auto auf der noch freien A2 gen Fazenda da Esperanca in Nauen. Damit Alex und Niklas aus dem diesjährigen Jahrgang auch noch hinzu steigen können, gönnt sich der schnelle Tross sogar zwei kurze Pausen. Nach knapp 4 ½ Stunden Fahrt kommen wir später bei trockenem Wetter auf dem Franzsikusfest an. Unter dem Motto: „Die Freude geht weiter“ wird dieses Jahr das 15-Jährige Jubiläum gefeiert. Zur Freude aller sind die Gründer der Fazenda und beide Stapel Brüder mit dabei. In einem bewegenden Programm lernen wir die Menschen mit ihren ganz persönlichen Geschichten kennen. Nach dem Mittagessen werden Führungen über die Fazenda angeboten, wir kommen mit Rekuperanten und untereinander ins Gespräch, sehen die Tierställe, die Kapelle, das Wohnhaus und den Neubau. Angesichts der fertigen Häuser mag man kaum den alten Fotos der Anfänge Glauben schenken, auf denen Gut Neuhof nur als ein heruntergekommener Stall zu erkennen ist. Es ist fantastisch zu sehen, wie die Rekuperanten, Freiwilligen, Verantwortlichen und die vielen Helfer Gut Neuhof in 15 Jahren zu dem gemacht haben, was es heute ist. In kleinen Interviews werden Gründungsmitglieder zu ihren ganz persönlichen Erinnerungen an die Anfangszeit der Fazenda in Nauen befragt und es ist erstaunlich, wie aus den einzelnen Puzzleteilen ein großes Ganzes geworden ist. Nachmittags gibt es Gelegenheit sich durch das riesige Kuchenbuffet zu essen oder aber eine dieser wunderbaren frisch gebackenen Waffeln zu genießen. Um 17 Uhr beginnt der gemeinsame Abschlussgottesdienst mit Altbischof Reinelt aus Dresden, der auch schon unser Gast bei Campus 2.0 gewesen ist. Verabschiedung, Gruppenfoto und Rückfahrt finden leider im Regen statt, daher suchen wir auch nicht lange in Berlin nach einer Gelegenheit noch etwas zu essen, sondern nehmen das Erstbeste, was auf dem Weg liegt. Glücklicherweise erweist sich dies als eine kleine, bezaubernde Trattoria, die uns leckere Pizza und Pasta beschert. Diejenigen, die der Tag noch nicht geschafft hat finden ihren Ausklang bei einem Cocktail in Kreuzberg, andere freuen sich einfach nur auf ihr Bett.

Der Sonntag startet mit einem netten Frühstück im Berliner Hotel Bellevue. Von dort aus ist es nur eine kurze Autofahrt Richtung Mitte, wo wir in der Hedwigskathedrale einen Gottesdienst besuchen. Besonderheit ist an diesem Sonntag sicherlich der alte Messritus in Latein. Anschließend läd uns Prälat Dr. Stefan Dybowski, Leiter des Dezernates Seelsorge aus dem Bistum Berlin, zu einer Gesprächsrunde ein. Der ehemalige Kommilitone von Peter Klasvogt erzählt von der spannenden Geschichte eines noch junges Bistums, das jedoch durch die Trennung von Ost und West, der Wiedervereinigung und den hohen Anteil an nicht-gläubigen und andersgläubigen Menschen vor großen Aufgaben steht. Wir danken herzlich für die gemeinsame Zeit und das Gespräch.

Vapiano macht uns das Mittagessen in gemeinsamer Runde möglich, bevor die etwas anstrengende Rückfahrt ansteht. Das verlängerte Wochenende und der ohnehin übliche Rückreiseverkehr verstopften die Autobahnen und Straßen, sodass wir erst am späten Abend Schwerte erreichten. Dies soll die wunderbaren Erfahrungen und Begegnungen, die wir in diesen drei Tagen sammeln durften, jedoch nicht schmälern.

 

Campus II 2013

Ich sehe was, was du nicht siehst!

Ein wesentlicher Aspekt unseres ständigen Zusammenkommens sind all die Fragen, die den Menschen vorantreiben – es begann bei uns allen während der Campus-Akademie mit den Fragen „Woher kommen wir? Wohin gehen wir?“ und wird von uns für uns in der Campus-Weggemeinschaft weitergeführt. Auch in diesem Jahr trafen sich die Mitglieder unseres Vereins zu einer Tagung, die unter dem Thema „Ich sehe was, was du nicht siehst“ stand.

Das vielfältige Programm beinhaltete sowohl organisatorische Fragen, die den Verein und seine Ziele wie das soziale Engagement betreffen, als auch von Vereinsmitgliedern geplante und ausgeführte Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden.

Am Sonntagabend wurden wir von Lukas Trötzer mithilfe eines zuvor erstellten Politbarometer auf die bevorstehende Bundestagswahl vorbereitet. Die Fachschaft der Geisteswissenschaften organisierte außerdem einen Vortrag zum Thema „Nichtwissen“ (Caroline Rempe), dem verschiedene Workshops folgten. Auch hier bot sich in Verbindung zu aktuellen politischen und auch persönlichen Entscheidungen viel Diskussionsbedarf.

Einen Exkurs stellte der Besuch von Mitarbeitern der Personalabteilung von Evonik dar. Neben einer Vorstellung des Unternehmens präsentierten die Vertreter ein Modell, welches Werte in einem wirtschaftlichen Umfeld fördern soll. Die gezeigten Methoden wurden anschließend in Gesprächsgruppen kritisch hinterfragt und ausgiebig diskutiert – abgerundet wurde der Abend anschließend durch eine großzügige Spende eines Barbecues von Evonik.

Für die Fachschaft Jura organisierte Christian Warns vor dem Abendbrot noch eine Einheit zum Thema „Werte schaffen Werte – Rechtsordnung als Werteordnung im Unternehmen?“, bei der er uns nach einem kurzen Input die Möglichkeit gab in Rechtsfällen selbst Urteile zu fällen.

Auf eine ganz andere Reise nahmen uns Prof. Quadt (Universität Göttingen) und Vertreter der Fachschaft Naturwissenschaften am folgenden Tag. Mit dem Thema Elementarteilchen waren die meisten von uns seit einigen Jahren nicht mehr konfrontiert gewesen – umso erstaunlicher das von Prof. Quadt angetriebene Interesse und Verständnis für einige grundlegende Aspekte der Elementarteilchenphysik. Verstärkt wurde dies auch hier in verschiedenen Workshops, in denen wir aktiv an kleineren Versuchen beteiligt waren.

Auf eine ganz andere Weise packend war der Vortrag von Matthias Kröling, in welchem er das aktuelle Thema der Inklusion vorstellte. Lebhaft vorstellen, was es heißt eingeschränkt zu leben, konnten sich drei der Teilnehmer, die „gehörlos“ oder „sehbehindert“ den Vortrag verfolgen sollten. Dieses Experiment hinterließ einen sehr einprägsamen Eindruck – nicht nur bei den drei Teilnehmern. Das Verständnis von der Notwendigkeit und gleichzeitigen Schwierigkeiten bei der Inklusion von auf verschiedenste Arten eingeschränkten Menschen diskutierten wir in Kleingruppen anschließend.

Mit einem örtlichen Wechsel von der Katholischen Akademie Schwerte in das Sozialinstitut Kommende Dortmund folgte ein thematischer Wechsel. Matthias Guder erzählte ausführlich von seinen Erlebnissen während seines Praktikums in Südafrika und auch Jakob Farnung (Cambridge, UK) und Lukas Trötzer (Philippinen) waren offen für Fragen und bereit ihre Erfahrungen zu teilen.

Den Abschluss der Tagung machte die Fachschaft Medizin am Mittwochmorgen mit Dr. med. Manfred Max Hummel, der über das Traumgeschehen aus neuro-physiologischer und neuro-psychiatrischer Sicht referierte. So konnten wir zum Beispiel erfahren, dass wir nach langen Campus-Abenden am besten 3 oder 4,5 Stunden schlafen, um die Schlafperiode von 90 Minuten zu beachten.

Nach einem gemeinsamen Wortgottesdienst im Grünen gingen alle Teilnehmer mit vielen neuen Erkenntnissen und Diskussionsstoff im Gepäck zurück in ihren Alltag.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Campus II Tagung, die von einer neu gewählten Kommission organisiert wird.

Homepage der Campus-Weggemeinschaft