Der Einladung von Dr. Peter Klasvogt nach Rom folgten Pfingsten 2026 22 „Fideli“ nach Rom, um ihn, den Vatikan und besonders den Petersdom zu sehen. Ganz in der Tradition der Campus-Weggemeinschaft stand diese Reise für Dialog und Austausch: Zwischen weltlicher und kirchlicher Macht, innerhalb der Kirche und der Ökumene, zwischen Referenten und Teilnehmenden, sowie ganz selbstverständlich unter uns.
Das Programm wurde durch einen Empfang beim Deutschen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Dr. Bruno Kahl, offiziell begonnen. Die besondere Rolle des Heiligen Stuhls als nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt, welches nicht nur die Interessen des Vatikanstaats, sondern der ganzen römisch-katholischen Kirche vertritt, wurde vom Botschafter hervorgehoben. Den gesamten Abend stand er unserer Gruppe bei einem geselligen Abendessen Rede und Antwort. So erhielten wir noch vor Besuch des Vatikans spannende Informationen von einem „Vatican Insider“.
Über das Fundament des Glaubens konnten wir am folgenden Tag zunächst in der Nekropole unter der Basilika von St. Peter nachdenken. Hier konnten wir sehen und spüren, wie sich Glaube und Archäologie gegenüberstehen, aber auch zusammenwirken. Die Brücke von Glaubensfragen hin zu wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Welt konnten wir mit Kardinal Peter Kadwo Turkson schlagen, dem Kanzler der Päpstlichen Wissenschaftsakademie.
Mit den folgenden Gesprächspartnern (Michael Berentzen, Kardinal Mario Grech) wurde der Synodale Prozess beleuchtet – was eint die Kirche und welchen Weg schlagen wir ein? Einen weiteren Perspektivwechsel bot uns die Terrasse des Campo Santo. Das Erlebte konnte bei einem gemütlichen Ausklang mit Premiumaussicht auf den Petersdom besprochen und diskutiert werden.
Am Samstag feierten wir gemeinsam mit Peter Klasvogt die Messe in einer kleinen Kapelle im Petersdom. Die besondere Atmosphäre des Kleinen im Großen, der aktiv erlebten Weltkirche mit Gesängen in allen Sprachen aus den benachbarten Kapellen, vertiefte auf eindrucksvolle Weise die inhaltliche Auseinandersetzung der vergangenen Erlebnisse. Eine Führung durch St. Peter rundete diese Erfahrung ab. Gemeinsam stürzten wir uns auch in den römischen Verkehr und besichtigten Santa Maria Maggiore inklusive des Franziskusgrabes und Santa Prassede.
Der Geist der Weggemeinschaft entfaltete sich am Abend, als wir uns in der Gesamtrunde wieder zusammenfanden. Wir sprachen über das Programm und die bisherigen Erlebnisse – schnell wurden Verbindungen zu persönlichen Themen gefunden und im Dialog entfalteten sich unsere verschiedenen Stimmen und Meinungen zu den persönlichen Glaubensfragen im Kontext der Weltkirche.
Der Abend durfte nicht zu lang werden, denn am Sonntag stand die Pfingstmesse im Petersdom mit Papst Leo XIV. an. Diese Erfahrung steht für sich.
Das Motiv „1700 Jahre Konzil von Nicäa“ begleitete uns am Pfingstmontag. Zunächst im Gespräch mit dem Kardinal Kurt Koch, der als Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen über den Dienst an der weltweiten Ökumene seine Erfahrungen und Einordnungen mit uns teilte. Nicht für jeden zugänglich – aber mit gewissen Verbindungen nicht unmöglich – öffneten sich uns auch die Türen der vatikanischen Bibliothek. Und eine der ersten Abbildungen im Raum stellt das Konzil von Nicäa dar. Erzbischof Vincenzo Zani führte uns durch die Räumlichkeiten, in denen sowohl die Geschichte der Kirche, als auch des Wissens und der Menschheit als Ganzem, Raum gegeben wird.
Doch was tun mit all dem? Die von der katholischen Kirche anerkannte Neue Geistliche Gemeinschaft (NGG) Sant‘Egidio gibt ihre eigene Antwort darauf. Als Laienbewegung stehen neben dem Gebet besonders das Soziale Engagement im Namen des Evangeliums im Vordergrund. Cesare Zucchoni veranschaulichte das Handeln der NGG Sant’Egidio mit Beispielen aus der Praxis und verwies auf die Erfolge der Gruppe z.B. in der Friedensarbeit.
Einen würdigen Abschluss fand unsere Reise in der Sebastian-Katakombe. In der ältesten Katakombe der Welt wurden Christen der frühen Gemeinschaften bestattet. Diese Art des Zeitzeugnisses und all die Rückschlüsse, die sich daraus ziehen lassen sind faszinierend. Es war schön, auch an diesem Ort gemeinsam Messe zu feiern und sich dadurch mit Generationen von Christen verbunden zu fühlen.
Es bleibt nur „GRAZIE PETER“ zu sagen. Danke für diese Reise, deine Organisation und Mühen vor Ort. Aber vor allem auch danke, dass du uns alle miteinander in Verbindung gebracht hast.





